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.Nein, Rugby ist NICHT American-Football !
 
 

 

 

Rugby ist ein körperbetonter, äußerst dynamischer Mannschaftssport, geprägt durch viel Kampfgeist, wenig taktischem.Geplänkel, dadurch kaum .anfallende Spielunterbrechungen und somit eine ausgesprochen zuschauerfreundliche Sportart

 

Es ist nicht bekannt, was sich William Webb Ellis gedacht hat, als er 1823 bei einem Footballspiel im englischen Rugby den Ball in die Hand nahm, ihn an die Brust drückte und loslief. Einige Spieler schauten verblüfft, andere protestierten. Manche waren weniger geschockt und versuchten, Webb aufzuhalten. Doch dieser schüttelte alle ab, die sich ihm in den Weg stellten. Webb lief bis zur gegnerischen Mallinie, legte den Ball nieder und rief triumphierend: "Goal!" Nun waren die Footballregeln - das Spiel wurde erst später "Soccer" genannt - zur damaligen Zeit vage, und in jedem College legte man sie anders aus. Nur, was Webb gemacht hatte, das kannte man nirgendwo. Aber den Mitspielern gefiel es. Sie spielten künftig "Football auf Webbs Art".Der Name "Rugby" wurde erst 1843 geprägt, als der Guy´s Hospital Rugby-Football Club gegründet und man kurze Zeit später erste Regeln für Rugby entwickelte - den "Laws of Football as played in Rugby-School".

  • Football und Rugby waren damals noch nicht so verschieden, wie man es heute kennt.
  • Zur Zeit der industriellen Revolution erlaubte man dem Proletariat an ihren arbeitsfreien Samstagnachmittagen als sportliche Betätigung nur das Fußballspielen. Rugby war zu jenen Tagen noch recht "brutal" und diente somit
  • nur der Aristokratie und dem Landadel als "...brutale Form der Erziehung
  • zur Männlichkeit".
  • Fußball entwickelte sich zum Sport der Massen - Rugby zu dem der Elite:
  • "Football is a gentle game for rough men and Rugby is a rough game for gentlemen".
  • 1871 gründete sich die "Rugby Football Union of England", weitere nationale Verbände in Irland, Schottland und Wales folgten.
  • Ab 1875 breitete sich Rugby über die Grenzen Großbritanniens bis in die Commonwealth Staaten aus - Australien, Neuseeland, Südafrika und den Pazifischen Inseln, also nahezu der gesamten südlichen Hemisphäre.
  • Zur selben Zeit brachten britische Weinhändler den Rugby Sport auch nach Frankreich.
  • Rugby war ab den 2. Olympischen Spielen im Jahre 1900 in Paris bis 1924 olympische Disziplin - Pläne für die Wiederaufnahme in den Olympischen
  • Sport laufen bereits.
  1. In Deutschland gründeten sich zwischen 1840 und 1850 die ersten Vereine - angefangen mit Heidelberg, es folgten Stuttgart, Hannover, Frankfurt, Berlin, Dresden. Zur Zeit des Nationalsozialismus galt Rugby als "nicht arisch genug" und wurde verboten. Zuvor gab es aber auch schon in Fürstenfeldbruck zwei Rugby Mannschaften. Außer Fürstenfeldbruck existieren heute in Deutschland über 80 Vereine mit mehr als 10000 Mitgliedern. Weltweit wird in über 120 Ländern aktiv Rugby gespielt. Global gibt es etwas ebensoviel Rugby- wie Fußballspieler.
  2. Die Verletzungsbilanz ist jedoch weitaus geringer.
  3. Seit 1995 finden alle zwei Jahre Weltmeisterschaften statt - nach der Fußball WM und den Olympischen Spielen die 3. größte Sportveranstaltung!
  4. Hochburgen des Rugby sind in erster Linie die Commonwealth Staaten und ehemaligen britischen Kolonien, vor allem Neuseeland, Australien, Südafrika, aber auch Frankreich, Italien und Teile Osteuropas.
  5. 1985 wurde der Rugby-Club-Fürstenfeldbruck gegründet.
  6. Die Idee dazu entstammte dem Aufwärmtraining einiger Mitglieder der
  7. Karate-Abteilung des TuS-Fürstenfeldbruck, die, ganz ohne Regelkunde einfach einmal eine Abwechslung zum sonstigen monotonen Aufwärmen suchten.
  8. Schnell griff die Faszination des Rugby-Sports innerhalb dieser Abteilung um sich.
  9. Alsbald wurde aus dem "Aufwärm-Rugby" mehr und die Gründungsmitglieder Windy Hackl, Michael und Thomas Kneidel sowie Franz Promper entschlossen sich, mehr Zeit diesem "Exotensport" zu widmen. Schnell fanden sich weitere interessierte wie Jens Frenzel und Peter Sibities ein. Da in München, bedingt durch die vielen dort beschäftigten Briten, Franzosen und Italiener bereits seit langem ein Rugby-Club, der RFC-München existierte, war dort Gelegenheit gegeben, die ersten wirklichen Rugby Erfahrungen zu sammeln. Viel wurde gelernt und auch die Rugby Anhänger in Fürtsenfeldbruck wuchsen mehr und mehr - es war Zeit, einen eigenen Rugby-Club zu gründen.
  10. 1985 war es soweit: der Rugby-Club-Fürstenfeldbruck wurde als Unterabteilung des TuS-Fürstenfeldbruck geboren.
  11. Anfangs waren Freundschafts- und Trainingsspiele gegen München die einzige Abwechslung zum Trainingsalltag. Kurze Zeit später schon bildete sich ein spielfähiger Kader von über 15 Spielern und der Rugb-Club-Fürstenfeldbruck trat der Baden-Württembergischen Regionalliga bei.
  12. Neben den Ligaverpflichtungen mit Punktspiele gegen Heidelberger Mannschaften, Stuttgart, Rottweil, Pforzheim und Karlsruhe wurden viele Freundschaftsspiele und Turniere gegen US-Army Mannschaften ausgetragen. Die vormals etwas belächelten Rugby Spieler aus dem Fürstenfeldbrucker Lande mauserten sich zum ebenbürtigen, teilweise sogar zum Angstgegner vieler renommierter Mannschaften.
  13. Nachdem das Fürstenfeldbrucker Rugby-Team 11 Jahre lang ihre spielerischen Qualitäten bisher nur in dem Baden-Württembergischen Rugby-Verband zur Geltung bringen konnte, bot sich mit Gründung des Bayerischen Rugby-Verbandes 1996 auch die Gelegenheit, sich mit anderen Bayerischen Mannschaften zu messen.
  14. Innerhalb der nächsten 4 Jahre zeigte der, in Bayern oft schon als „Traditionsklub“ bezeichnete, TuS Fürstenfeldbruck den bayerischen Mannschaften, dass man an der Amper durchaus gutes Rugby spielt.
  15. Dies bestätigte sich im Gewinn der Bayerischen 7 er Meisterschaft (1996), dem Bayer. 15Er Meistertitel(1997), dem Bayerischen Pokalsieg (2000) und den Gewinn der Regionalliga Bayern(2000).
  16. Nach dieser ruhmvollen Zeit jedoch zerbrach die Mannschaft fast vollständig, da die meisten Spieler zu alt wurden und die Jugendarbeit, bis hierhin vernachlässigt wurde. Ein kleiner Kern an Spielern blieb übrig und bildete im Laufe der nächsten 10 Jahre eine Jugendmannschaft, die seit dem Jahre 2010 beginnt wieder eine neu entstehende Herrenmannschaft unterstützt. Nach der Bayer. Vizemeisterschaft der U18 in der Saison 2011/12 und endlich wieder einer Teilnahme an der Bayer.7er Meisterschaft, bildet der TuS Fürstenfeldbruck eine Spielgemeinschaft mit dem neu gegründeten Verein RC Unterföhring für die Saison 2012/13. Somit wird an der Amper auch in Zukunft wieder Rugby gespielt werden.

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